Die Technik der Suhler Einhakmontage

Wie die meisten Montagen arbeiten auch Einhakmontagen nach dem sog.
Fest-/ Loslagerprinzip, wobei das feste Lager die Hauptschusskraft beim Schussimpuls
aufnimmt. Nur mit dem Unterschied, dass bei Einhakmontagen dies in einer optimalen Weise erfolgt.

Das montierte Zielfernrohr verhält sich bei der Schussabgabe als träge Masse. Wenn der Lauf durch den Schussimpuls relativ zum Ziel beschleunigt wird, treten hohe Kräfte auf, die auf das in Trägheit verharrende Zielfernrohr übertragen werden. Hierbei ist ein ideales Festlager (Einhakseite) ein möglichst kompaktes Bauteil, welches eben nicht durch Einstellmöglichkeiten geschwächt sein sollte. Der sehr kompakte Einhakfuß der ZP Einhakmontagen ist deshalb völlig frei von Einstellkomponenten, die eine unbemerkte Dejustage bewirken könnten. Die Kraft der aufnehmenden Flächen wurde genau berechnet und durch aufwändige Tests bestätigt - sie ist in der Größe dabei durchaus vergleichbar mit anderen gängigen Montagetypen. Sie wird aber aufgrund unserer optimierten Teilegeometrie besser genutzt.

Das seit 100 Jahren bewährte Prinzip der Suhler Einhakmontage bei Loslagern bewirkt, dass die mit dem Zielfernrohr starr verbundenen Füße durch Überfahren mit einem Schieber, welcher seinerseits spielfrei in einem Schlitz fährt, frei von Torsions- und Abhebekräften sind. Im Gegensatz haben andere Montagen an dieser Stelle häufig sehr kleine bewegte Teile. Wodurch sich in diesem Bereich wiederum Toleranzen addieren und die (Gesamt) Steifigkeit und Präzision reduziert werden kann. Deshalb folgen wir mit unserer Fertigung dem Prinzip, dass ein aus dem Vollen gefrästes Einzelteil sich immer verwindungssteifer verhält, als ein aus etlichen bewegten Teilen zusammengesetzte Komponente.

Überragende Flexibilität! Für jedes Gewehr und jedes ZF bieten wir die passende Lösung. Über individuell angefertigte Verlängerungen ist jede Kombination möglich.






Für die Überprüfung unserer Entwicklungsziele haben wir ein unbestechliches Instrument geschaffen: unsere Schießmaschine. Die Auswirkungen von Konstruktionsänderungen und Fertigungsmethoden können damit zweifelsfrei nachvollzogen werden.



Bei unseren ZP Einhakmontagen handelt es sich um eine technische Weiterentwicklung der bekannten SEM. Unsere Einhakmontagen verfügen über verspannungsfreie, Fluchtungsfehler ausgleichende Kontaktgeometrien.

Damit werden evtl. vorhandene Fluchtungsfehler von den Montagebasen, bzw. den darunter liegenden Systemoberflächen konstruktiv kompensiert, damit das Zielfernrohr spannungs- und absolut spielfrei montiert wird. Die hohe Schussfestigkeit unserer ZP Einhakmontagen wird durch die bewusste Anwendung von vorgespannten, Toleranz ausgleichenden Hakenfüßen erreicht. Die Vorspannung geschieht durch den Einhakvorgang.

Die dabei stark beanspruchten Druckstellen werden speziell gehärtet, sämtliche Teile sind aus hochfestem Spezialstahl und aus dem Vollen gefräst. Zusätzlich erreichen unsere Montagen durch eine bewusst konstruierte Teilelastizität, die durch Berechnung und Versuche ermittelt wurde, eine sehr hohe Dauerschussfestigkeit.

Die Vorspannung spürt man schon beim Einhaken. Sie wird über die Füße in das Basisteil geleitet. Im Gegensatz zu anderen Konstruktionen haben wir die Konstruktion so gewählt, dass die Vorspannung nicht auf benachbarte Bauteile, z. B. den Lauf oder das System übertragen wird.




ZP EINHAKMONTAGEN - Die Neudefinition eines Klassikers